Vernissage

Fr, 15. Januar 2016
Mirjam Elburn in der Galerie im KuBa

Zweite Haut

Objekte – Installation – Zeichnung

Ausstellung bis 13. März 2016


Vernissage: Freitag, 15. Januar 2016, 19 Uhr
Einführung: Dr. Andreas Bayer
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10–15 Uhr, Do und So 15–19 Uhr, Mo und Sa geschlossen
Der Eintritt frei!

Galeriegespräch: Mittwoch, 2. März 2016, findet um 19 Uhr mit Mirjam Elburn statt.

Zum Auftakt des Jahresprogramm 2016 widmet die Galerie im KuBa der in Siegen lebenden Künstlerin Mirjam Elburn eine Einzelausstellung und startet so mit einer aufregenden Position in das neue Jahr.

Mit ihren ambivalenten Assemblagen, Materialbildern, Objekten und Installationen hat sich die Künstlerin eine eigenständige und anspruchsvoll-auffallende Position in der jüngeren Kunstszene Deutschlands erarbeitet. Das zentrale Arbeitsmaterial von Mirjam Elburn ist Menschenhaar, das in Produkte unserer Alltagskultur eingefilzt wird.  Als ebenso organische wie auch unbelebte Materie wächst und wuchert das Haar aus alten Büchern, Zeitschriften, Verpackungen oder Kleidern, verwebt sich mit Fasern und Strukturen der Objekte und scheint das Material mit seiner ihm innewohnenden Bedeutung zu zersetzen. Zugleich wird hierdurch der „tote“ Gegenstand aktiviert und gleichermaßen ästhetisch wie auch inhaltlich neu aufgeladen und positioniert. Dabei entstehen vieldeutige Wahrnehmungskorrelationen, die zwischen Faszination und Ekel schwanken und so eine eigentümlich irritierende Schaulust wecken.
Mirjam Elburn selbst formuliert zu ihrer Arbeit: „Material birgt Erinnerung; als wertlos erachtetes Material zu verlebendigen macht Zeit spürbar.“ Dieser Arbeitsansatz wird auch in einer neueren Werkgruppe spürbar, die nun in der Galerie im KuBa gezeigt wird.

Die 1976 in Siegen geborene Künstlerin absolvierte ein Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar bei Prof. Sigurd Rompza und studierte zusätzlich Kunstgeschichte, Neuere Geschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 2010 wurde sie mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt Saarbrücken ausgezeichnet und organisierte im Anschluss an ihr Studium den Ausstellungs- und Produktionsraum „Einheit Eins“ in der Saarbrücker Großherzog-Friedrich-Straße. Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist Mirjam Elburn freiberuflich im museumspädagogischen Bereich für verschiedene Ausstellungshäuser tätig und betreibt in Siegen das Projekt „Badstrasse“ mit einem wechselnden Ausstellungsprogramm, Installationen, Lesungen und Musik.
Im Rahmen der SaarART 2013 zeigte Mirjam Elburn eine nachhaltig eindrucksvolle Rauminstallation im Museum Schloss Fellenberg in Merzig, im Juni des vergangenen Jahres war ihre Arbeit „Pfau“ in der Ausstellung „#glaubeliebehoffnung – Spuren der Transzendenz in der regionalen Gegenwartskunst“ in der Galerie im KuBa zu sehen.

Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes
  • Landeshauptstadt Saarbrücken
  • Stiftung ME Saar