Fr, 12. Juni 2015
#glaubeliebehoffnung
Spuren der Transzendenz in der regionalen Gegenwartskunst

Werner Constroffer, Frauke Eckhardt, Mirjam Elburn, Mane Hellenthal, Juliana Hümpfner, Leslie Huppert, Ingeborg Knigge, Gabriele Langendorf, Johannes Lotz, Till Neu, Andrea Neumann, Dirk Rausch, Armin Rohr, Monika Schrickel, Claudia Vogel, Gisela Zimmermann

In der Bildenden Kunst sind Aspekte des Heiligen und des Sakralen bis in das 19. Jahrhundert weitestgehend an die traditionell entwickelte christliche Ikonografie gebunden. Mit der Romantik findet eine motivische Verlagerung statt, in der das Göttliche nicht mehr ausschließlich an die biblische Erzählung gebunden ist, sondern seine Darstellung auch in erhabenen Naturmetaphern findet und so eine veränderte Wahrnehmung des Transzendenten erfährt. Die in der Kunst der Moderne und der Gegenwart vielfach formulierte kritische Distanz zu christlicher Bildthematik äußert sich nicht nur durch eine bisweilen heftig vorgetragene Polemik, sondern auch in einer verstärkten Entkopplung der Motivik von christlichen Glaubensinhalten. Dennoch finden sich auch in der Kunst der Gegenwart Aspekte des Transzendenten, die sich jenseits der sakralen, kirchlichen Auftragskunst entfalten und die eine religiös-spirituelle Erfahrung verbildlichen oder die Darstellung des Undarstellbaren wagen.

Studierende an der Universität des Saarlandes befassten sich sich in einem interdisziplinären Studienprojekt mit den "Spuren der Transzendenz in der Gegenwartskunst".

Bei der Recherche ging es weniger um sakrale Kunst im engeren Sinne oder um direkte Zitate aus der ikonographischen Tradition der Religionen. Im Vordergrund standen vielmehr Kunstwerke, die sich auf unterschiedliche und zum Teil subtile Weise mit Transzendenz- und Unterbrechungserfahrungen auseinandersetzen oder in denen Darstellungsmöglichkeiten des Unverfügbaren ausgelotet werden. Auch künstlerische Arbeiten, in denen menschliche Grunderfahrungen in einer Weise zur Ansicht kommen, dass darin etwas vom Geheimnis des Humanen sichtbar wird, sollten thematisiert werden.

Mit Arbeiten von 16 wichtigen Vertretern der regionalen Kunstszene zeigt die Ausstellung in der Galerie im KuBa ein breites und aufregendes Spektrum künstlerischer Positionen, die gleichermaßen mittelbar religiös-spirituelle Annäherungen thematisieren wie auch unmittelbar menschliche Grunderfahrungen veranschaulichen, die das Geheimnis des Menschseins berühren.

#glaubeliebehoffnung
Spuren der Transzendenz in der regionalen Gegenwartskunst
Vernissage: Freitag, 12. Juni 2015, 19 Uhr
Es sprechen: Dr. Andreas Bayer, Dr. Christian Neddens, Oliver Zimmermann

Dauer der Ausstellung: 14. Juni bis 12. Juli 2015
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-15 Uhr, Do und So 15 - 19 Uhr, Mo und Sa geschlossen

Am Dienstag, 23. Juni, findet um 19 Uhr ein Galeriegespräch zur Ausstellung statt.

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung wurde als Gemeinschaftsprojekt von Studierenden der Fachrichtungen Evangelische Theologie, Kunst- und Kulturwissenschaft und Historisch orientierte Kulturwissenschaften der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem KuBa-Kulturzentrum am EuroBahnhof entwickelt.

Idee und Realisierung: Studierende unter Leitung von Jun.-Prof. Dr. Amalia Barboza, Prof. Dr. Michael Hüttenhoff, Dr. Stefanie Lorenzen, Dr. Christian Neddens, Oliver Zimmermann
Kuratorische Begleitung: Dr. Andreas Bayer

Kategorie: Galerie im KuBa, Programm