Do, 06. September 2018
Volkmar Gross
Malerei und Grafik
Kunstsammlung des Saarlandes / Werke aus dem Künstlernachlass

Volkmar Gross, Zwei Tänzerinnen, 1975 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018


Volkmar Gross, Blätter, 1973 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018


Volkmar Gross, Fest mit gelbem Lampion, 1987 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die Galerie im KuBa würdigt in einer umfänglichen Werkschau das künstlerische Wirken des 1992 verstorbenen Malers und Grafikers Volkmar Gross. Neben zentralen Arbeiten aus der Kunstsammlung des Saarlandes werden bisher noch nie öffentlich präsentierte Werke aus dem Nachlass des Künstlers gezeigt.

Volkmar Gross, 1927 in Saarbrücken geboren, zählt zu der ersten Studierendengeneration, die an der 1946 eröffneten Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken ausgebildet wurde. Im Alter von 19 Jahren begann er sein Studium und fand in dem international renommierten Grafiker Frans Masereel einen Lehrer, der ihn schätzte, prägte und nachhaltig förderte. Von 1949 bis 1951 nahm Volkmar Gross, inzwischen Meisterschüler von Frans Masereel, Stipendien an der Académie de la Grande Chaumiere und dem Collège Technique Estienne in Paris wahr und beschäftigte sich dort intensiv mit den avantgardistischen Tendenzen der zeitgenössischen französischen Kunst.

1951 kehrte er nach Saarbrücken zurück und begann seine Tätigkeit als freischaffender Künstler in seinem Atelier auf dem Saarbrücker Eschberg. Bereits im gleichen Jahr realisierte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Elitzer mit den in Paris entstandenen Arbeiten. Es folgten zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen, unter anderem im Saarlandmuseum mit Frans Masereel und seinen Schülern oder im Museum der Stadt Homburg, wo 1955 eine seiner Arbeiten mit dem Kritiker-Preis der Saarbrücker Zeitung ausgezeichnet wurde. Volkmar Gross nahm weiterhin regelmäßig teil an den Ausstellungen der von Frans Masereel initiierten Internationalen Gesellschaft der Holzschneider „Xylon“ in Berlin, Genf, Stockholm und Zürich.

1979 wurde Volkmar Gross mit dem Albert Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingert ausgezeichnet.

Mit seinem umfangreichen malerischen und grafischen Werk zählt Volkmar Gross zu den wichtigen und sehr bekannten künstlerischen Positionen des Saarlandes. In seinen Arbeiten verbildlicht der Künstler eine träumerisch entrückte Welt, deren Protagonisten und Gegenstände in einer eigentümlichen Ortlosigkeit ihre selbstbewusste Präsenz und beglückende Kostbarkeit entfalten.

Entgegen der in der Nachkriegszeit künstlerisch vorherrschenden Orientierung an der konstruktivistischen Bauhaustradition und der von der Pariser Kunstszene vorrangig vertretenen internationalen Abstraktion, entwickelte Volkmar Gross eine sehr spezifische Bildsprache mit einer verspielt-archaischen figuralen Körperlichkeit, phantastisch anmutenden Architekturen und aus dem Alltäglichen gelösten Objekten und Gegenständen.

In den Arbeiten von Volkmar Gross zeigt sich eine faszinierende, in der künstlerischen Phantasie erdichtete Welt, die auch gegenwärtig nichts von ihrer Frische und Faszination einbüßt. 

 

Vernissage: Donnerstag, 6. September 2018, 19 Uhr

Begrüßung: Michaela Kilper-Beer, 1. Vorsitzende KuBa e. V.
Grußwort: Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur
Grußwort: Dirk Rausch, Vorsitzender des Saarländischen Künstlerbundes
Einführung: Dr. Andreas Bayer, Künstlerischer Leiter

Dauer der Ausstellung: 7. September bis 25. November 2018
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10–15 Uhr, Sa und So 15–18 Uhr, Mo geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung werden an folgenden Terminen angeboten:

Sonntag, 16. September, 15 Uhr
Sonntag, 21. Oktober, 15 Uhr
Sonntag, 25. November, 15 Uhr


Die Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes
und dem Saarländischen Künstlerbund.

 

Kategorie: Ausstellung, Galerie im KuBa