Das KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof präsentiert mit „DA ZWISCHEN RÄUME“ eine Ausstellung der saarländischen Künstlerin Ursel Kessler. Gezeigt werden Malereien aus den Jahren 2015 bis 2025, die eindrucksvoll vor Augen führen, wie konsequent und zugleich zeitgenössisch sich die Künstlerin mit Raum, Architektur und Wahrnehmung auseinandersetzt.
Die 1944 in Bexbach geborene Künstlerin kam vergleichsweise spät zur professionellen Kunst. Nach einem Studium der Mathematik und Physik in Saarbrücken und einer jahrzehntelangen Tätigkeit als Lehrerin begann sie in den 1980er Jahren ein intensives Privatstudium der Malerei und grafischer Techniken. Seit den 1990er Jahren ist sie kontinuierlich künstlerisch tätig und hat sich mit zahlreichen Ausstellungen und Preisen einen festen Platz in der Kunstszene der Region erarbeitet. Heute lebt und arbeitet sie in Rehlingen-Siersburg und Saarbrücken.
Im Zentrum von Kesslers Werk steht die Architektur – nicht als rein gegenständliches Motiv, sondern als Ausgangspunkt für eine malerische Untersuchung von Raum, Struktur und Atmosphäre.
In ihren Arbeiten zeigt sich eine offene Bildsprache zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Fassaden, Terrassen, urbane Strukturen oder Landschaftsausschnitte werden zu Bildräumen, in denen Rhythmus, Fläche und Licht eine zentrale Rolle spielen. Charakteristisch ist dabei die differenzierte Verwendung von Grau, das in zahllosen Nuancen erscheint und eine erstaunliche Farbigkeit entfaltet. Gesetzte Farbakzente treten in spannungsreichen Dialog mit ruhigen, oft zurückgenommenen Bildpartien. Die architektonischen Strukturen oder urbanen Situationen werden nicht dokumentarisch dargestellt, sondern in eine offene Bildsprache überführt. Das vielschichtige Spiel von Flächen, Licht und Raum sowie eine außergewöhnlich differenzierte Palette von Grautönen, die gelegentlich durch leuchtende Farbakzente ergänzt wird, ist charakteristisch für Kesslers Malerei.
Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus einem Jahrzehnt, in dem Kessler ihre Bildsprache weiter verdichtet und zugleich geöffnet hat. Die Bilder bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen konkreter Beobachtung und malerischer Freiheit. Sichtbare Pinselspuren, Tropfen und bewusst unvollständig belassene Partien lassen den Entstehungsprozess Teil des Bildes werden. So entstehen Werke, die weniger Orte abbilden als vielmehr Zustände von Raum und Wahrnehmung erfahrbar machen – Räume des Übergangs, des Dazwischen.
Mit dieser Ausstellung würdigt das KuBa eine Künstlerin, deren Werk durch Konsequenz, Eigenständigkeit und eine besondere Sensibilität für Raum, Licht und Oberfläche geprägt ist.
Die Ausstellung läuft bis einschließlich Sonntag, 17. Mai 2026. Der Eintritt ist frei.
Vernissage
Freitag, 17. April, 18 Uhr
Dauer der Ausstellung
Sonntag, 19. April, bis Sonntag, 17. Mai
Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 10–16 Uhr; Do & So 14-18 Uhr
Mo & Sa geschlossen
Fr, 1.5., geschlossen
KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof (Galerie)
Europaallee 25
66113 Saarbrücken
Das KuBa wird unterstützt von
Ministerium für Bildung und Kultur
Landeshauptstadt Saarbrücken

